Die letzten Wochen…

Jun 26th, 2010 | By Ralf | Category: Back to life

…haben wieder Kraft gegeben.
Ursächlich schuldig daran waren zwei Dinge:

1. Musik. Gestern fand das große Sommerkonzert der Jakob Singers statt, ich endlich wieder mittendrin, mit viel Proben vorher und toller Sommerfete danach. Auch, wenn ich ehrlich zugeben muss, dass meine Stimme nicht mehr ist, was sie vor drei Jahren noch war, so ist und bleibt es das Singen, was als ewige Konstante meines Lebens Kraft und Freude spendet – und diese Art der Musik mit ihrer inneren Kraft hat ganz beonders das Potential hierzu.
Erfolgserlebnisse sind und bleiben ein hervorragendes Mittel zur Wiederaufstellung eines geknickten Egos, das kann nicht einmal die sachliche Reduzierung auf eben jene Tatsache zerstören. Das viele Singen und planen hat unheimlich gut getan, enorm Spaß gemacht, und neben den üblichen Verdächtigen namens Sozialisationserfolg und Ausschüttung von Glückshormonen durch das Singen an sich auch noch einen weiteren echten Lichtblick gebracht:

2. Shisu. An dieser Stelle bleibt nur Dankbarkeit. Ein richtiger Mensch am richtigen Ort zur richtigen Zeit. Nur mit der falschen Dauer.
Shisu, ich bin dir unendlich dankbar für die letzten intensiven drei Wochen, ein großes Teil meiner Wiederaufstellung ist alleinig dir geschuldet (auch, wenn du das vermutlich so nicht mal nachvollziehen kannst und ich es dir so deutlich nicht ins Gesicht sagen konnte und wollte). Deine Art, dein Lächeln und deine Bereitschaft, Zeit mit mir zu verbringen haben sehr, sehr viel bewirkt, mehr als ich je für möglich gehalten hätte von einem Menschen, den ich grundsätzlich erst seit 3 Monaten und näher sogar noch viel kürzer kenne.  Unendlich traurig, dass du nicht mehr hier bist. Unendlich glücklich, dass du hier warst. Und unendlich hoffnungsvoll, dass das so kurzfristig geknüpfte Band auch die Entfernung übersteht.
Danke Shisu.

Zustand ansonsten: Die Erinnerung ist präsent, es gibt noch ebensoviel gute Nächte wie es schlechte gibt, ich hab ein wenig Angst vor einem einsamen Sommer, wenn alle im Urlaub sind – schauen wir mal. Aber tendenziell (als Momentaufnahme mit hoffentlich kontinuierlicher Gestalt) sieht die Welt schon etwas besser aus. Siehe oben.

Song of the Moment: Jesus Lover Of My Soul.
Kurze Erklärung: Einer der Titel, den wir mit den Jakob Singers proben. Und (kleines, ganz tief inneres Geheimnis!), ein kleiner Hinweis auf meine schon länger andauernde Selbstreflektion, ob es nicht doch etwas wie einen heiligen Geist gibt (de-institutionalisiert, weiterhin, aber die Mauer meines Atheismus scheint mir schon seit geraumer Zeit nicht mehr so stabil zu sein, wie sie es einst war…)

Jesus, lover of my soul,
Let me to Thy bosom fly,
While the nearer waters roll,
While the tempest still is high.

My saviour hide, savior hide,
Till the storm of life be passed
Save into Thy heaven’s guide
And receive my soul at last

Plenteous grace to Thee is found,
Grace to cover all my sin;
Let the healing be abound;
Make and keep me pure within.

My saviour hide, savior hide,
Till the storm of life be passed
Save into Thy heaven’s guide
And receive my soul at last

Jesus is the lover of my soul
He’s the lover of my soul.

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