You still have all of me
Jun 6th, 2010 | By Ralf | Category: Back to lifeOder, frei nach Bon Jovi: It’s hard letting you go.
Seit der Trennung ist nunmehr ein Vierteljahr vergangen, 3 Monate – viel Zeit.
Und doch irgendwie noch längst nicht genug.
War ich im letzten Beitrag noch voller Zuversicht, dass die Zeiten besser werden, so das in den letzten Tagen und Wochen immer deutlicher geworden, dass das eher Wunschdenken als Tatsachenbericht war. Ich komme nicht weg. Mein letzter Gedanke am Abend und mein erster Gedanke am Morgen gelten ihr. Immer noch. Jeden Tag. Und das ist keine melodramatische Übertreibung oder so, das ist Fakt.
Noch immer nutzt mein emotionales Gehirn jeden noch so kleinen Trigger, um Situationen zu rekapitulieren, die mit ihr in Verbindung stehen, noch immer provoziert ein Geräusch, ein Anblick, ein Geruch eine Erinnerung, einen Stich im Magen, der sich nicht einfach wieder vertreiben lässt, sondern Melancholie ausschüttet.
Und ich schlafe schlecht. Richtig schlecht. War meine Nachtruhe noch vor Monatsfrist einigermaßen gesund, hat sich das in den letzten Wochen grundlegend geändert. Ich finde abends keinen Schlaf, liege in der Regel bin eins oder zwei mich herumwerfend wach, schlage dann morgens irgendwann zwischen 7 und 8 völlig gerädert die Augen auf, unfähig, wieder einzuschlafen.
Entsprechend träge und unproduktiv sind meine Tage, und entsprechend schlechter fühle ich mich deswegen, wenn ich einen Tag reflektiere. Ich habe in den letzten Tagen jede mir bekannte Selbstaufheiterungstechnik ausprobiert, wirklich zu fruchten scheint keine. Im Moment habe ich große Angst, dass aus dem Schmerz des Verlassenwerdens eine echte, eine große Depression wird, dass ich allein nicht mehr in der Lage bin, mich, mein Leben und meine Botenstoffe in den Griff zu bekommen. Ich werde mich sehr genau beobachten (dabei immer aufpassen, dass ich die Depression nicht in mich hinein denke, das ist alles gar nicht so einfach) und ggf. handeln müssen.
So hatte ich mir das nicht gedacht.
Positives: Ich bin weiter ein soziales Wesen. Ich gehe mit Menschen aus, gestalte meine Freizeit mit ihnen. Macht auch Freude, irgendwie.
Song of the moment: Evanescence – My immortal
I’m so tired of being here, suppressed by all my childish fears
And if you have to leave, I wish that you would just leave
Your presence still lingers here and it won’t leave me aloneThese wounds won’t seem to heal, this pain is just too real
There’s just too much that time cannot eraseWhen you cried, I’d wipe away all of your tears
When you’d scream, I’d fight away all of your fears
And I held your hand through all of these years
But you still have all of meYou used to captivate me by your resonating light
Now, I’m bound by the life you left behind
Your face it haunts my once pleasant dreams
Your voice it chased away all the sanity in meThese wounds won’t seem to heal, this pain is just too real
There’s just too much that time cannot eraseWhen you cried, I’d wipe away all of your tears
When you’d scream, I’d fight away all of your fears
And I held your hand through all of these years
But you still have all of meI’ve tried so hard to tell myself that you’re gone
But though you’re still with me, I’ve been alone all alongWhen you cried, I’d wipe away all of your tears
When you’d scream, I’d fight away all of your fears
And I held your hand through all of these years
But you still have all of me, me, me
