Was nun, oh Gott?

Jan 12th, 2010 | By Ralf | Category: ...und wie er die Welt sah

Ein sehr interessanter Beitrag erreichte dieser Tage meine lesenden Augen: So wurde von einem Grabfund in Ägypten berichtet, welcher die letzte Ruhestätte von Arbeitern darstellte. Arbeitern, die die Pyramiden gebaut haben.
sklave

Faszinierend hierbei die Schlussfolgerungen, welche die Wissenschaft aus diesen Gräbern zieht: Die Nähe zum Bauwerk und die Beigabe von Lebensmitteln und anderen Dingen lassen darauf schließen, dass diese Menschen nicht, wie bisher vermutet, Sklaven waren, sondern freie und freiwillige Arbeiter.

Diese Erkenntnis lässt nun ein großes Bibelmotiv fröhlich in sich zusammenbrechen. Denn wie war das noch gleich mit Moses? Der führte die Israeliten aus dem bösen ägyptischen Frondienst ins gelobte Land? Pustekuchen! Die Leute hätten ja, so sich diese neue These als Tatsache etablieren sollte, gar keinen plausiblen Grund gehabt, der Baustelle den Rücken zu kehren. Im Gegenteil – Verpflegung und Behandlung wären gut gewesen, als freier Arbeiter hatte man wenig zu befürchten und so ein Pyramidenbau dürfte einem das Einkommen für viele Jahre gesichert haben.
Da muss man doch ernsthaft fragen: Geteiltes Meer? Manna vom Himmel? Mehr denn je liest sich die Heilige Schrift wie ein Märchenbuch, wenn diese Erkenntnisse der Wahrheit entsprechen sollten. Das Buch Mose müsste, da plausibel widerlegt, also eigentlich aus der Bibel entfernt werden, will sich Mutter Kirche nicht mit derart offenkundigen Unwahrheiten schmücken. Eine weitere Krise für die Gebetshäuser? Wir werden sehen. Schmunzeln darf auf jeden Fall erlaubt sein.

Und ganz im Ernst: Schon bei Asterix (und Kleopatra, 1968) wurde darauf hingewiesen, dass die Arbeiter freie Angestellte sind. Insofern waren die Schöpfer hier dem Schöpfer an sich weit im Wissen voraus – wer hätte das gedacht?

Quelle: Financial Times Deutschland

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